VERWANDLUNGEN

Seit längerem habe ich hier keinen Beitrag mehr geschrieben…
Die täglichen Meldungen sind auch nach einem Jahr Corona noch
überlaut und verwirrend, wie sollten meine eigenen Fragen
davon unberührt bleiben? Sie verlangen neue Denkansätze, aber
die bleiben erst mal vage und unsicher…

Die Alltagsbewältigung ist die eine, Kontaktpflege eine andere, mein Laden, Atelier und die Kalligraphie weitere ungelöste Fragen. Dafür nimmt das Malen und Zeichnen viel Zeit und Denkraum bei mir ein. Es tut mir gut, mich auf diese Arbeiten zu konzentrieren. Für mich öffnet sich mit der Malerei eine neue Welt!
Sie ist so ganz anders als Kalligraphie, bietet sie doch die Macht der dreidimensionalen Illusion. Ich baue ein Bild in Schichten auf und folge nicht unbedingt einer Linie wie bei der Kalligraphie. Ich erkunde ihre Regeln und versuche, meine Hände den anderen Werkzeugen anzupassen, meine Augen hin und her schweifen zu lassen, zu versinken im Motiv, immer auf der Suche nach „dem richtigen Ausdruck“ und berausche mich an dem Geheimnis, wie etwas „reales“ und dreidimensionales sich auf dem flachen Papier zu erkennen gibt.

Kalligraphie, Vergoldung und Malerei zu verbinden, das ist seit langem meine Vorstellung, aber wie? Die mittelalterliche Buchmalerei hat alles auf einer Buchseite vereint, ihnen manchmal einen separaten Raum zugewiesen (florales in den Randbereichen), dann wieder miteinander verknüpft (in Initialen z.B.).
Ich möchte zeitgenössische Lösungen finden, dafür muss ich gewohnte Wege verlassen und mich auf Neues einlassen… und üben, üben, üben…

Fast wie im „richtigen Leben“…