Inne…..halten

Wir sind fast am dunkelsten Tag des Jahres angekommen
und feiern die Heilige Nacht und die Weihnachtstage,
dann den Jahreswechsel und alles scheint wie im Fluge vorbei
zu rauschen…Die letzten Wochen waren für die meisten eine
intensive Zeit der Vorbereitungen, Einkäufe und Erledigungen.

Doch jetzt ist der richtige Moment um Innezuhalten, sich zu
erinnern, was in diesem Jahr wichtig und nichtig war, was
für uns „eigentlich“ bedeutsam ist und ob wir diesen Dingen
auch genügend Raum und Aufmerksamkeit geschenkt haben…
Das mag für jeden etwas anderes sein, doch aufschlussreich
ist es allemal sich zu fragen, was eigentlich genau wichtig und
wesentlich ist und wovon man sich leichten Herzens lösen kann,
wofür man dankbar ist und was man akzeptieren muss,
weil es unabänderlich scheint.

Es ist eine Zeit der Rituale, der Innenschau, der Beschäftigung mit Dingen, für die man sich sonst nicht die Zeit nimmt, die aber viel zu schön sind, um ihnen nicht wenigstens in diesen Wochen Aufmerksamkeit zu schenken.
Zeit zum Briefeschreiben und Geschenkeverpacken, Zeit zum
gemütlichen Lesen, Dichten, Malen und zum Langeausschlafen…
Die zwölf Raunächte laden ein, die eigenen Träume
aufzuzeichnen und sich zu fragen, welche geheimen Botschaften
es aufzuschlüsseln gilt, zu orakeln und sich mit der hohen Kunst des sich „Ingedankenverlierens“ zu beschäftigen…

…oder wie sich die unvergleichliche Mascha Kaléko fragt:

Was tut wohl die Rose zur Winterszeit?

Sie träumt einen hellroten Traum.
Wenn der Schnee sie deckt um die Adventszeit,
Träumt sie vom Holunderbaum.
Wenn Silberfrost in den Zweigen klirrt,
Träumt sie vom Bienengesumm,
Vom blauen Falter, und wie er flirrt…
Ein Traum, und der Winter ist um!

Ich wünsche Ihnen FRÖHLICHE WEIHNACHTEN!